Klarmachen zum Ändern!

Patrick Jokiel

Ahoi…

Anders als die meisten anderen Piraten, haben wir Leipziger eine lange politische Woche hinter uns, die am Dienstag mit dem außerplanmäßigen “RTL”-Stammtisch begann und erst am Sonntag mit Abschluss des Landesplenums beendet war. Ich glaube, so oft war ich noch nie in Dresden.

Für mich als Leipziger ging das Plenum bereits am Freitag los, da wir uns entschieden einen Tag früher zu fahren, um den Dresdner Stammtisch zu besuchen. Einerseits, um schon im Vorfeld einige Piraten kennen zu lernen und andererseits um unserer Hilfe anbieten zu können, falls nötig. Wie sich schnell herausstellte war dies nicht erforderlich, denn das Orga-Team hatte ganze Arbeit geleistet, wofür man ihnen gar nicht genug danken kann. Im Anschluss an den Stammtisch, traf man sich auch gleich im Barnebys, so dass jeder von uns einen ersten (und sehr positiven) Eindruck vom “Austragungsort” gewinnen konnte. Die Vorfreude auf die kommenden Tage war groß.

Der erste Tag ging dann auch gleich spitzenmäßig los. Die AG “Schnittchen und Bemmen” hatte morgens ganze Arbeit geleistet und ein super Frühstück gezaubert, im Zuge dessen man die ersten Kontakte knüpfen konnte. Frisch gestärkt, folgten die ersten Themenkomplexe und Workshops, in denen alle sofort aufblühten. Mein Eindruck war: Jeder war heiß auf Arbeit. Es wurde direkt losdiskutiert und gleich diverse Debatten geführt. Die Räume waren erfüllt von knirschenden Gehirnen und klackernden Laptops, auf denen erste Erkenntnisse verewigt wurden. Übrigens hätten unbeteiligte Beobachter auch denken können, wir würden da eine LAN-Party abhalten – überall wimmelte es nur von Technik. Diese Atmosphäre hielt bis zum Ende des Landesplenums an. Jederzeit war zu spüren, dass alle die konstruktive Arbeit und die (auch teilweise sehr harten) Diskussionen abseits aller Trollgefahr wie z.B. auf der Mailingliste genossen.

Zwei Themenfelder, auf die ich mich besonders gefreut hatte, waren Kommunalpolitik und der Presseworkshop. Endlich konnte man sich mal persönlich über die Verfahrensweise mit Kommunalpolitik unterhalten und abstimmen, wie wir als Piraten damit eigentlich umgehen wollen. Als klar wurde, dass wir mehr darauf reagieren müssen und unsere eigenen Meinungen dazu möglichst auch nach außen kommunizieren sollen, kam der Presseworkshop gerade richtig. Dafür möchte ich auch Udo nochmal persönlich danken, der in seiner gewohnt lockeren und unterhaltsamen Art uns dort ein stellenweise sehr trockenes Thema mit viel Witz und Charme näher gebracht hat. Ich hab es sehr genossen.

Vom Landesplenum habe ich persönlich sehr viel mitgenommen. Viele Gedanken und Ideen, aber hauptsächlich auch Gesichter und Meinungen, die ich vorher nicht kannte. Es ist immer etwas besonderes, wenn man in einen Raum hereinkommt und nach ein paar Minuten sofort merkt, dass alle auf der selben Wellenlänge sind, und das sie gemeinsam an einem Strang ziehen wollen um etwas zu erreichen, was andere nicht vollbracht haben. Jeder wird sofort integriert und man interessiert sich für dessen Meinungen und Ansichten. Ich glaube, die größten Helden auf dem Plenum waren wir alle. Denn trotz so vieler Meinungen, so vieler Geschichten und Vorstellungen, war es immer möglich sich zu einigen. Ich habe nicht einmal erlebt, dass Leute schreiend aus Räumen herausgerannt kamen, oder sich lauthals unsachlich stritten.

Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen. “Danke!” an die Organisatoren, die eine wundervolle Atmosphäre mit der Wahl des Veranstaltungsortes geschaffen haben und nicht müde wurden sich um alles und jeden zu kümmern. “Danke!” an das Barnebys, dass wir dort in so angenehmer Runde verweilen durften, ganz konzentriert auf unsere eigentliche Arbeit. Und “Danke!” an euch. Ja… euch meine ich. Ihr alle da draußen, die “Schuld” sind, dass ich jetzt ein wenig traurig zurückblicke, da alles schon wieder vorbei ist. DANKE!

Das war mein Aufsatz “Was hast du das letzte Wochenende gemacht?”. Ich hoffe, es wird mindestens eine 2-, denn sonst bekomme ich von Mutti kein Taschengeld.

Grüße
Patrick aka JoPa

PS: Ein riesen “Respekt” muss natürlich auch an die Chemnitzer gehen, die trotz Unfall und Krankenhausaufenthalt am Sonntag beim Plenum aufgetaucht sind, als wäre nichts gewesen.
PSS: GO-Antrag auf Einführung einer Kaffee-Flat bei allen Treffen, ohne die wohl der ein oder andere schneller schlapp gemacht hätte.